Power BI: Microsoft Business Intelligence für on-Premise und O365 (1/3)

03. März 2014
Microsoft Business Intelligence für on-Premise und O365

Heutzutage ist es notwendig nicht nur reine Suche nach Dokumenten zu gewährleisten, sondern aggregierte Informationen aus relevanten Daten und Dokumenten zu analysieren und zu visualisieren. Die meisten Unternehmen speichern und archivieren eine riesige Flut an Daten. Dies reicht von Maschinenlogdaten bis hin zu Trackingdaten aus Kundenportalen. Allerdings gelingt es oft nicht, aus diesen Daten Erkenntnisse für das unternehmerische Handeln zu gewinnen.

In vielen Unternehmen sind bereits Business Intelligence sowie Data Warehouse Applikationen zur Analyse und Auswertung von Kennzahlen im Einsatz. Das Problem ist jedoch, dass diese auf vordefinierte Fragestellungen und Probleme beruhen und vor allem sehr teuer sind. Darüber hinaus ist Business Intelligence aufgrund der hohen Komplexität oft nur Experten vorbehalten.

Mit den Power BI Tools bietet Microsoft einen Self-Service Business Intelligence Dienst, mit denen sich auf leichtem Wege geschäftsrelevante Kennzahlen und Erkenntnisse in Excel und Office 365 abrufen, auswerten und visualisieren lassen. Endanwender können mit nur wenigen Handgriffen aussagekräftige und anspruchsvolle Reports und Datenanalysen erstellen, ohne tiefgehendes Big Data Know-How besitzen zu müssen.

In unserer Blogreihe stellen wir euch Möglichkeiten vor, wie ihr mithilfe von Power BI entscheidungsrelevante Erkenntnisse aus bestehenden Unternehmensdaten gewinnt und wichtige Fragen auf Grundlage von Big Data Analysen und Auswertungen beantworten könnt.

1.   Vorstellung der Microsoft Power BI Tools

2.   Dynamische Reports mit Power Query erstellen

3.   3D Visualisierung von Daten mit Power Map

 

1.   Vorstellung der Microsoft Power BI Tools

  • Power Query

Power Query bietet eine intuitive Schnittstelle, um Daten aus verschiedensten Quellen in Microsoft Excel zu importieren, kombinieren, analysieren, transformieren und vieles mehr.

  • Power Pivot

Mit Power Pivot lassen sich große Datenmengen aus diversen Datenquellen zeitsparend analysieren und in gewohnter Excel Manier visuell aufarbeiten.

  • Power Map

Power Map bietet die Möglichkeit geografisch verortete Daten visuell auf einer interaktiven 3D Weltkarte darzustellen. Egal, ob exakte Koordinaten oder Orts-/ Straßennamen vorhanden sind, egal, ob Hotspots oder doch lieber Balkendarstellungen benötigt werden - mit Power Map geht alles.

Microsoft Power Pivot

Im Folgenden wird beispielhaft beschrieben, wie eine Excel Datei als lokale und ein OData Stream als externe Datenquelle angebunden und ausgewertet werden.

Installation PowerPivot

PowerPivot ist verfügbar in Microsoft Excel 2010 und 2013. Etwaige Downloads sind unter folgendem Link erhältlich: http://office.microsoft.com/en-ca/excel/download-powerpivot-HA101959985.aspx

In Microsoft Excel reichen ein paar Klicks, um das PowerPivot Add-In verfügbar zu machen.

Über File → Options → Add-Ins gelangt man ins Add-Ins Menü. Hier kann man ganz unten über das „Manage“ Dropdown zu den COM-Add-Ins wechseln und „Microsoft Office PowerPivot für Excel 2013“ aktivieren.

Danach sollte im Ribbon Menü „PowerPivot“ zur Verfügung stehen.

Einbinden Lokaler Daten

Als Datenquelle wird beispielhaft eine Excel Datei mit Grundstückspreisen für Deutschland und Thüringen genutzt. Diese wird über die „Manage“ Funktion des Power Pivot Add-Ins eingebunden.

In der folgenden Ansicht kann man zwischen den verschiedenen Datenquellen wählen. Hier wählt man „Andere Quellen“ → „Excel Datei“ und navigiert zur entsprechenden Datei. 

Beinhaltet die Excel Arbeitsmappe bereits Tabellenköpfe, sollten diese auch beim Import verwendet werden.

In der darauffolgenden Ansicht kann man wählen, welche Tabellen importieren werden sollen. 

Nach erfolgreichem Import sieht man beide Tabellen im Pivot Editor und es kann begonnen werden, die Daten zu analysieren. Dazu erstellt man über das Menü eine Pivot Tabelle.

Jetzt hat man die Möglichkeit per Drag & Drop die Tabellenspalten der Pivot Tabelle zuzuordnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres nettes Feature des Power Pivot Add-Ins ist die Slicer Funktion, mit der man die angezeigten Daten dynamisch einschränken kann. Um einen Slicer hinzuzufügen, genügt ein Rechtsklick auf den gewünschten Datensatz, um ihn dann per „Als Slicer hinzufügen“ zu verwenden.

Genauso einfach lassen sich Kreuztabellen erstellen. Diesmal beispielhaft mit den Grundstückspreisen für Thüringen.

Auch ein zeitlicher Verlauf lässt sich ohne großen Aufwand darstellen. Dazu fügt man anstelle einer Pivot Tabelle einfach ein Pivot Diagramm hinzu.

 

 

Einbinden externer Daten

Anstelle von lokalen Daten, lassen sich genauso einfach auch externe Datenprovider, wie z.B. OData Streams anbinden. Im folgenden Beispiel wird die Abschleppstatistik der Stadt Chicago verwendet.

Um diese Datenquelle zu verwenden benutzt man wieder den Manage Bereich des Power Pivot Add-Ins und wählt „Data Service“ → „OData Data Feed“. Im folgenden Dialog trägt man die OData URL ein und klickt „Weiter“.

 

 

 

 

 

Wenn die URL einen validen OData Stream bereitstellt, bekommt man alle verfügbaren Tabellen und selektiert die benötigten. Mit einem Klick auf „Fertigstellen“ werden die entsprechenden Tabellen importiert. Auf diesen Daten lassen sich jetzt genauso einfach Analysen anfertigen wie auf lokalen Daten.

Abgeschleppte Fahrzeuge sortiert nach Kalenderwochen, mit der Möglichkeit auf den Fahrzeughersteller einzuschränken:

Abgeschleppte Fahrzeuge absteigend sortiert nach Hersteller, mit der Möglichkeit auf Farbe einzuschränken:

Abgeschleppte Fahrzeuge absteigend sortiert nach Straßenname, mit der Möglichkeit auf den Fahrzeughersteller einzuschränken:

Um die Daten zu aktualisieren, genügt ein Rechtsklick in die Diagrammfläche mit einem anschließenden Klick auf „Daten aktualisieren“. Daraufhin wird der OData Stream abgerufen und die Daten neu verarbeitet.

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