Einbinden der Domäne in Office 365

23. April 2015
Einbinden der Domäne in Office 365

Während der Einrichtung von Office 365 erhält der Anwender eine kostenlose Domäne, welche in der Form tenantname.onmicrosoft.com gestaltet ist. Mit dieser Domäne ist es natürlich möglich, die meisten Services von Office 365 zu nutzen (Yammer stellt hierbei eine Ausnahme dar, dort wird eine eigene Domäne benötigt). Wirklich sinnvoll ist dieser Weg jedoch weniger. Schließlich sind die dadurch generierten Mailadressen doch eher kryptischer Natur. Das Einbinden einer eigenen Domäne ist hierbei der deutlich professionellere Weg und für viele Unternehmen und Organisationen, welche einen Wechsel zu Office 365 ins Auge fassen, unerlässlich. Letztlich garantiert nur dieser Weg das Beibehalten bisheriger Maildomänen und -adressen sowie eine klare Zuordnung zur Organisation.

Wenn man eigene Domänen ins Office 365 einbinden möchte, sollte man jedoch ein paar Dinge beachten. Und das fängt schon beim DNS Anbieter an. Es existieren eine Reihe von DNS Hostern, die unterschiedliche Möglichkeiten bieten, Einträge für die dort gehosteten Domänen vorzunehmen. Bei einigen Anbietern kann man sämtliche Einträge selbst - beispielsweise via Web Oberfläche – vornehmen. Bei anderen hingegen ist dies deutlich eingeschränkter. Teilweise können gewisse Einträge nur vom Support des Hosters vorgenommen werden. In einigen Fällen sind bestimmte Typen von Einträgen generell ausgeschlossen. Dies sollte man im Voraus am besten beim DNS Hoster direkt anfragen, um nicht erst eine böse Überraschung zu erleben, wenn man sich bereits in der Deployment-Phase für Office 365 befindet. Nicht mögliche Einträge können ansonsten zu erheblichen Service-Beeinträchtigungen führen. Eine gute Übersicht dazu findet man hier.

Welche DNS Einträge sind notwendig?

Zunächst einmal muss man seine Domäneneigentümerschaft nachweisen. Hierfür sollte man einen TXT Eintrag in der Domäne eintragen können. Alternativ kann man hier auch den Weg über einen zusätzlichen MX Eintrag wählen. Da diese Einträge jedoch eigentlich für den Mailversand vorgesehen sind, wird eher der TXT Eintrag empfohlen. Nachdem die Domäneneigentümerschaft dann validiert wurde (bei einem TXT Eintrag geschieht dies ohne nennenswerte Verzögerung), bekommt man im Wizard von Office 365 die Vorgabe für die weiteren notwendigen DNS Einträge. Diese sind erforderlich, damit sämtliche Services von Offices 365 im kompletten Umfang genutzt werden kann, angefangen vom Mailempfang und -versand bis hin zur Unternehmenskommunikation durch Lync Online.

Hierfür sind folgende Typen von Einträgen im DNS notwendig:

  • MX-Einträge
  • TXT-Einträge
  • CNAME-Einträge (inklusive Subdomains)
  • SRV-Einträge.

Der MX-Eintrag ist dabei domainspezifisch. Die übrigen Einträge sind stets identisch und können der folgenden Übersicht entnommen werden:

Wenn alle DNS Einträge eingetragen sind und übernommen wurden, wird die Domäne im Office 365 als komplett eingerichtet erkannt. Je nach Typ des DNS Eintrags kann es unterschiedlich lange dauern, bis die aktualisierten Einträge verteilt werden. Die Übernahme eines neuen MX Eintrags kann sich beispielsweise bis zu 72 Stunden hinauszögern.

Die Konfiguration selbst unterscheidet sich natürlich von Anbieter zu Anbieter, da jeder seine eigene Weboberfläche verwendet. Auch in der Schreibweise kann es da vereinzelt kleine Unterschiede geben. Wenn sie Unterstützung zu spezifischen Providern oder der DNS Konfiguration für ihr Office 365 benötigen, können sie sich natürlich gerne an uns wenden. 

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