OneDrive (not for Business) - Teil 3

08. März 2016
Da die wichtigsten Themen im Bezug auf Features und Storage sind bereits niedergeschrieben (OneDrive (not for Business) - Teil 1 und OneDrive (not for Business) - Teil 2), was gibt es also noch zu sagen? Einiges! Im dritten und letzten Teil der Serie geht es um Clients, Kostenmodelle und das Fazit!

Clients

OneDrive Clients gibt’s es mittlerweile in einer nicht unerheblichen Anzahl. Zu nennen sind an dieser Stelle ein Windows, Android, Max OS X, iOS, Windows Phone und auch ein neuer Xbox-Client! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nur 2 dieser Clients nutze und daher zu den anderen nicht viel sagen kann!

Windows Phone

Der Windows Phone Client fühl sich wie eine etwas abgespeckte Variante des Web Client an. Er bietet alle wichtigen Funktionen des OneDrives an und ist meiner Meinung nach völlig ausreichend. Auf diesem Screenshot sieht man dies:
 
 
Als besonders praktische empfinde ich es, dass geknipste Fotos direkt hochgeladen werden, so dass ich sie in der Cloud und somit auf allen so eingerichteten Clients direkt verfügbar habe. 

Windows Client

Bis jetzt habe ich ja fast ausschließlich positiv berichtet, doch jetzt kommt eines der spannendsten Themen. Es handelt sich um meine Hass-Liebe, den Windows Client.
 
Ich bin von Anfang an dabei und habe die Entwicklung dieses Clients ausnahmslos mitverfolgt, die Höhen und die Tiefen erlebt, dazu gleich mehr.
 
Als erstes sollte ich aber erwähnen, dass der OneDrive Client in den neueren Windows Versionen direkt mit ausgerollt wird, was ich als sehr praktisch empfinde. Direkt nach dem aufsetzten des Systems meldet man sich einmalig an und siehe da, alles Wichtige wird bereits runtergeladen, spitze!
 
Es gab mal eine Zeit, als ich noch Windows 7/8 nutze, da liebte diesen Client. Ich konnte ihn mir gar nicht besser vorstellen. Ich möchte kurz beschreiben, warum das so war: Der Client stellte die komplette Struktur des OneDrives im Explorer dar. Das bedeutet, dass man durch die Ordner navigieren konnte, obwohl die Inhalte nicht synchronisiert waren. Durch ein paar Klicks im Context Menu konnte man sich genau aussuchen, welchen Dateien und Ordner lokal verfügbar sein sollen und welche eben weiterhin nur in der Cloud. Ich fand ihn perfekt!
 
Doch dann geschah es, Windows 10 kam, die Vorfreude war groß, alles frisch aufgesetzt und eingerichtet, Begeisterung auf ganzer Linie. OneDrive Client war natürlich schon dabei, alles schien perfekt… doch halt, wo sind meine Dateien, meine Ordner? Es schlimmes Gefühl beschlich mich und ich sollte recht behalten… Der alte Client war nicht mehr. Der neue war jetzt. 
 
Man sollte ja den Kopf nicht direkt in den Sand stecken, also schaute ich mir den neuen Client genauer an, es hat sich herausgestellt, dass er nicht so verkehrt ist, nein er ist eigentlich ausreichend, wenn es da nicht dieses kleine für mich riesige Problem geben würde, auf das ich gerne im Vorfeld hinweisen will.
 
Stellen Sie sich vor sie haben wirklich viele verschachtelte Unterordner, so wie sich das halt eben manchmal ergibt…
 
 
Die Übersicht geht an dieser Stelle schnell verloren. Und ich muss lobend anmerken, dass sich die Bedienbarkeit schon massiv verbessert hat. In den ersten Tagen war alles was mir durch den Kopf ging: „Houston, wir haben ein Problem!“. Es ist mir bis heute auch absolut schleierhaft, warum es nicht mehr möglich ist einzelne Daten in einem Ordner zu synchronisieren, sondern immer nur ganze Ordner…
 
Aber es hat sich viel getan, auch das selektieren von einzelnen Unterordnen geht schon viel geschmeidiger von der Hand, als es noch vor einiger Zeit. Hier geht alles in die richtige Richtung und ich glaube in ein paar Monaten ist der Status Quo wiederhergestellt, zumindest für mich! 
 
Der Client ist für mich dennoch bis heute der größte Kritikpunkt, ich verstehe nicht, warum die super Funktionalitäten des alten nicht einfach um die des neuen ergänzt wurden sind!
 

Preise

Das ist eine Übersicht aus dem Account meines OneDrives.
 
 
15 GB sind prinzipiell für jeden Nutzer komplett kostenlos! Das sollte für viele schon ausreichend sein. Falls es sich um User wie mich handelt, gibt es zahlreiche Optionen das Paket zu vergrößern.
 
Dabei gibt es 2 Pakete zu erwerben, eines mit 100 und eines mit 200 GB zusätzlich. Die Preise kann man oben in der Grafik gut erkennen. 
 
Wem das immer noch nicht genug sein sollte hat die Möglichkeit ein Office 365 Abonnement abzuschließen. Das bringt nicht nur 1TB Speicher mit sich, sondern auch immer die neuste Office Version! 
 
Vergleicht man die Preise mit ähnlichen anderen Diensten, stellt man fest, dass auf den ersten Anschein der Preis im Rahmen liegt. Bei Dropbox kostet beispielsweise 1TB im Monat 10€, also genauso viel wie ein Office Abo. Jetzt kommt das grobe Aber! Das Office Abo umfasst maximal 5 Accounts vom eigenen Haushalt, technisch betrachtet sind also 5 TB im Abo enthalten und Office Lizenzen, für den gleichen Preis! Von dieser Perspektive her kann man über den Preis nicht meckern, im Gegenteil, er ist mehr als fair!
 
Falls sich wer Frage, woraus sich mein aktueller Plan zusammensetzt, das sind 15 GB Storage + 15 GB Storage für ein Smartphone und dessen Bilder + 1024 GB vom Office 365 Home Abonnement. 
 

Fazit

Ich versuche mich dieses eine Mal wirklich kurz zu fassen, die ganze Blog Post Serie ist schon umfangreicher geworden, als ich es geplant hatte. Ich hoffe trotzdem, ich konnte mit meinen Ausführungen und Erfahrungen im Bezug aufs OneDrive etwas Licht ins Dunkle bringen und einen guten Eindruck vom Einsatzgebiet und Nutzen vermitteln.
 
Falls Sie es bis hierhergeschafft haben, ist Ihnen aufgefallen wie positiv ich berichtet habe. Das Ganze kommt aber nicht von ungefähr, ich bin wirklich begeistert von dieser Lösung und stehe hinter meiner Meinung. OneDrive ist einfach, schnell und gut in Windows integriert. Außerdem habe ich für 10€ einen wirklich riesigen Online Speicher, der mich über die nächsten Jahre bringen sollte. Außerdem ist Office für meine ganze enge Familie in meinem Abonnement enthalten, die mir dafür äußert dankbar ist. Für mich ist es ein Rundum-sorglos-Paket, dass ich jedem ans Herz legen kann, der nach einem Cloudspeicher sucht, der eben nicht nur ein Speicher ist.
 

Neuen Kommentar schreiben